Winter im SkandiGarten: Friluftsliv und das Glück der kleinen Momente

Wintergarten mit Schnee

Es gibt Tage im Dezember, an denen die Luft so klar ist, dass man fast das Licht hören könnte. Frost glitzert auf den Ästen, irgendwo klopft ein Specht – und der Garten liegt still, als hielte er den Atem an.

Stell dir jetzt folgendes vor: Du gehst hinaus, zeihst den Schal ein Stück höher und bleibst einfach stehen. Vielleicht mit einer Tasse dampfendem Glögg in der Hand, vielleicht mit dem Spaten, vielleicht mit gar nichts – nur mit dir selbst.

Das ist Friluftsliv.
Ein Wort, das in Schweden so selbstverständlich ist wie der Wechsel der Jahreszeiten.
Es bedeutet, draußen zu leben – nicht sportlich, nicht zielgerichtet, sondern einfach im Einklang.

Friluftsliv – mehr als nur „draußen sein“, Friluftsliv ist eine Haltung.

Eine Einladung, das Draußen nicht als Gegensatz zum Drinnen zu sehen, sondern als Verlängerung des Lebens. Es ist die kleine Pause auf der Gartenbank, der Spaziergang am Nachmittag, das Holzfeuer unter freiem Himmel. Man zieht sich warm an, atmet tief durch – und fühlt sich verbunden. Mit der Natur, mit der eigenen Zeit.

Wie du Friluftsliv im Garten leben kannst

Der Wintergarten ist kein Ort des Rückzugs – er ist ein Ort der Stille, die trägt. Und genau hier beginnt das Friluftsliv im Kleinen.

Garten-Laterne im Schnee
Ein Licht entzünden

Ein kleines Feuer, ein paar Kerzen, ein Windlicht auf der Mauer. Licht schafft Gemeinschaft. Es zieht Menschen zusammen – auch an kalten Tagen.

Mach es dir einfach – nicht perfekt

Eine Decke, eine Thermoskanne, vielleicht ein Stück Kuchen. Das reicht. Es geht nicht um Ausstattung, sondern um Präsenz.

Atme. Beobachte. Sei.

Die Natur braucht im Winter keine Leistung. Sie ruht – und genau das darfst du auch.

3 zusätzliche Impulse für dein Winter-Friluftsliv

Sammle Tannenzapfen und lege sie in ein Glas als Duftdeko.

Mach einen Spaziergang im Dämmerlicht – ohne Handy, nur mit offenen Sinnen.

Lade Nachbarn zu einem „Garten-Glögg“ ein – jeder bringt eine Tasse mit.

Die Wärme der Einfachheit

In Schweden ist die Adventszeit weniger laut. Sanfte Straßenbeleuchtung, keine Dauerbeschallung. Viele  Fenstersterne, Kerzen, Stimmen, die singen.

Ich erinnere mich an Lucia in der Kirche – Lichter, Gesang, ein Moment tiefer Ruhe. Diese Herzlichkeit, diese still geteilte Freude – sie war für mich wie ein stilles Versprechen: Alles, was du brauchst, ist schon da.

Friluftsliv ist genau das. Es lehrt uns, dass Glück keine Veranstaltung ist. Sondern ein Atemzug, ein Blick in den Winterhimmel, ein Lächeln über das Feuer hinweg.

Der Winter im SkandiGarten ist eine Einladung, neu zu sehen. Die Ruhe, die Leere, die Klarheit – sie sind nicht das Ende, sondern der Anfang von etwas Neuem. Vielleicht ist Friluftsliv am Ende gar kein Konzept, sondern eine Haltung des Herzens. Eine Erinnerung daran, dass alles Leben – auch unser eigenes – aus Phasen des Ruhens, Wachsens und Aufblühens besteht.

„Manchmal braucht es nur kalte Luft und warmes Licht, um sich ganz lebendig zu fühlen.“

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